FAQ - Antworten

Vaylinor Spirits FAQ-Antworten

Welches Kartendeck soll ich zum Kartenlegen verwenden?

Zunächst einmal gibt es kein richtiges oder falsches Kartendeck. In der Regel soll man sich für das Kartenspiel entscheiden, dass aus dem Bauch heraus am meisten zusagt.

Ein für mich wichtiger Faktor bei der Auswahl "meiner" Karten war es außerdem, dass genügend Fachliteratur für dieses Kartendeck vorhanden ist.

Dies ist beispielsweise im Falle der Zigeunerkarten nicht gegeben.

Ist das Tarot einfacher zu erlernen als beispielsweise die Zigeunerkarten?

Das liegt im subjektiven Empfinden des jeweiligen Kartenlegers. Ein Aspekt ist sicherlich die Zeit, die man benötigt, bis die entsprechende Symbolik der einzelnen Karten verstanden wird. Wenn dieser Schritt getan ist, folgen dann die Kombinationsmöglichkeiten mit den Nachbarkarten bei den Zigeunerkarten und im Tarot die Kombination der Karte mit der Position innerhalb des Legesystems (mit Ausnahmen).

Wer durch Visualisieren nicht oder eher eingeschränkt lernt, dem wird es leichter fallen, anhand eines Skat- Kartenblatts das Kartenlegen zu erlernen.

Der gravierende Unterschied liegt einzig in der Anzahl der Karten. Im Rider-Waite-Tarot sind es beispielsweise 78 Karten, die meisten anderen Kartendecks bestehen, mit Ausnahme der großen Mlle Lenormandkarten, aus 36 Karten.

WIE kann ich das Kartenlegen erlernen?

Auch hier gibt es verschiedene Methoden. Ein Teil dieser Frage wurde schon in der vorherigen Antwort behandelt. Voraussetzung ist, sich durch entsprechende Fachliteratur Grundwissen anzueignen. Schon zu Beginn sollte man allerdings seinen Empfindungen freien Lauf lassen können, und eigene Interpretationen der Karten sind hier bereits schon sehr erwünscht.

So lasse ich meine Seminarteilnehmer im Lenormand - Kurs zunächst jede einzelne Karte beschreiben und im Anschluss daran erläutern, welche Bedeutung diese Karte haben mag.

Beispielsweise findet sich in keiner mir bekannten Fachliteratur - und ich kenne viele Bücher - meine Interpretation der Sense wider: Sie steht laut Buch für Plötzlichkeit, Schmerz, Belastung. Aber ist es das, was man sieht, wenn man diese Karte betrachtet?

Sie steht für (reiche) Ernte, etwas einbringen (demzufolge als Analogie: Gewinn erzielen). Man kann sogar eine Zeitkarte daraus machen... na? Ich denke, auf späten Herbst (Erntedankfest) hätte jetzt wohl jeder getippt.

Auf diese Art und Weise wird das Vertrauen gefördert, nicht etwas schier auswendig gelernt zu haben, sondern zu verstehen, was die Aussage einer Karte ist.

Damit man sich nicht zu sehr entmutigen lässt, empfehle ich zum Erlernen des Tarots, sich zunächst auf die Trumpfkarten der großen Arkana zu beschränken.

Man kann durch verschiedene kleinere Legesysteme, wie beispielsweise das kleine Kreuz, für das man nur 4 Karten benötigt, relativ schnell schon kleine Erfolge erzielen. Dies wiederrum fördert die Energie, das Erlernte weiter zu vertiefen.

Immer zu empfehlen ist das Ziehen einer Tages- und/ oder Wochenkarte. Besonders der Vergleich der Tageskarte mit dem tatsächlich Erlebten (am Ende des Tages) hilft sehr, zu erkennen, was die Aussage einer Karte ist. Beispielsweise habe ich die Erfahrung gemacht, wenn ich morgens die Sonne gezogen habe, der Tag immer wundervoll war. Allerdings hat eine Tageskarte nicht immer Allgemeingültigkeit für den ganzen Tag. Manchmal ist es auch nur eine kleinere Begebenheit, die sich aus der Tageskarte widerspiegelt.

Manchmal komme ich abends nach Hause, schau auf die Tageskarte und muss wirklich ernsthaft nachdenken. In der Regel fällt die Situation, die die Tageskarte beschreibt, aber wieder ein.

Welche Fachliteratur ist geeignet?

Viele Köche verderben den Brei.

Für den Anfänger empfiehlt es sich, sofern möglich, sich Bücher eines einzigen Autoren zu Rate zu ziehen (siehe hierzu auch meine Buchempfehlungen unter der Seite Literatur). Da man natürlich anfänglich versucht ist, sich aus Unsicherheit völlig den Interpretationen des Autors hinzugeben, ist es dann von Vorteil, wenn man dann keine widersprüchlichen Aussagen erhält. (Wobei es auch Autoren geben soll, die in einem Folgebuch das Gegenteil von dem Erstwerk behauptet haben.)

Es empfiehlt sich, eine Buchhandlung zu besuchen, in der man in den Büchern blättern kann. Tatsächlich habe ich im vorigen Kapitel schon beschrieben, dass ich eine Vielzahl von Büchern über das Kartenlegen kenne.

Bei vielen hat sich die Investition nicht gelohnt. In den vorderen Kapiteln werden meistens Einzelbedeutungen von Karten aufgelistet. Es folgt dann im zweiten Teil dieser Bücher fast immer die Aufzählung jeweils nur einer Kombinationsmöglichkeit - wenn überhaupt -, manchmal wurde die Beschreibung einiger Kartenkombinationen schlichtweg vergessen, und danach folgt manchmal noch mein Lieblingskapitel mit Beispielen von Interpretationen des jeweiligen Autors. Das Problem ist nur, dass diese Kartendeutungen anhand der vorherigen Beschreibungen nicht nachvollzogen werden können, weil völlig andere Begriffe benutzt werden. Alles in allem für den Anfänger eher verwirrend als nützlich.

In den Büchern von Banzhaf kann man seine ständige Weiterentwicklung auf diesem Gebiet nachvollziehen, und er bleibt überwiegend (nun, einige Sichtweisen können sich nunmal schon mit unseren Erfahrungen ändern) bei seinen Aussagen.

Wie oft darf man sich die Karten legen lassen?

Kartenlegen ist bei einer konkreten Fragestellung, aus besonderem Anlass, immer erlaubt. Allerdings sollte sich die Frage wirklich auf dieses Ereignis beziehen. Es ist gut, sich nicht öfter als einmal die Woche die Kartenlegen zu lassen. Die besten Aussagen erhält man bei einem Abstand der Kartenlegungen von einem Monat, oder aber zumindest, wenn die meisten Aussagen aus einem Kartenblatt eingetroffen sind.

Wie mischt man die Karten richtig?
Muss ich die Karten abheben?

Jede/r KartenlegerIn hat tatsächlich sein eigenes Ritual. Es gibt keine festgeschriebenen Mischregeln.

Man soll sich während des Mischens entgegen der gängigen Fachliteratur nicht einmal besonders auf das Problem oder die Fragen konzentrieren.

Unser Unterbewusstsein weiß sowieso ganz genau, wie die Fragen lauten. Demzufolge führt eine zu starke Konzentration eher zu einer Blokade und ist daher wenig förderlich.

Auch ein eventuelles Abheben von Kartenstapeln ist Geschmackssache. Das einzige, was tatsächlich immer gleich sein sollte: Es wird mit der linken Hand - der Herzseite -, also unserer intuitiven Seite, gezogen.

Anders ist das Vorhergesagte beim Kartenlegen am Telefon: Hier habe ich es sehr gerne, da ich die Karten für den Fragesteller mische, ein Stoppzeichen von demselben. Manchmal fordere ich am Telefon auch auf, sich auf die Fragen zu konzentrieren. Hier gehe ich sicher, dass ich beim Mischen dann auch tatsächlich die Karten des Fragestellers lege.

Ehrlich gesagt: das ist mein Ritual. Vermutlich hat dies keinen Einfluss auf die Aussagen der Karten. Die wären so oder so vermutlich gleich und richtig. Es gibt mir aber ein gutes Gefühl.

Wie muss ich mit den Zeitangaben beim Kartenlegen umgehen?

Zeit ist relativ. Leider hat diese Erkenntnis gerade beim Kartenlegen große Bedeutung. Zwar ist es möglich anhand der Zeitkarten (siehe Seiten zu den Lenormand- und Zigeunerkarten) auch Zeitangaben zu machen, dennoch sind diese relativ ungenau. Woran das liegen mag, darüber kann man nur spekulieren, wie bei vielem in der Esoterik.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei Personen, die überhaupt nicht an das Kartenlegen glauben, die Zeitangaben bei meinen Legungen unglaublich präzise sind. Bei spirituellen Menschen hingegen, d.h. beispielsweise bei Kartenlegern, die sich von mir beraten lassen, verzögert sich die den Karten entnommenen Zeitangaben immens. Letztendlich treffen die Prognosen ein, die Frage ist, ob wir wirklich immer in der Lage sind, die nötige Geduld für alles aufzubringen.

Äußerst hilfreich wäre auch das sogenannte "Loslassen". Ein Mensch, der nicht an das Kartenlegen glaubt, wird das soeben Gesagte verwerfen bzw. sogar vergessen. Das ist tatsächlich der Idealfall, denn umso schneller treffen die Prognosen ein.

Das Negative (wie zum Beispiel vorhergesagte Krankheiten) trifft auch immer zuerst ein, das liegt ebenfalls daran, dass man das von sich wegschiebt.

Fazit: Je weniger man sich etwas wünscht, desto schneller trifft es ein. An dieser Stelle muss ich auf das Buch von Bärbel Mohr verweisen (siehe Literaturtipps), dort geht es um Wünsche, wie man sie bestellt und sofort wieder vergisst - nur so werden sie erhört.....

Negative Erfahrungen mit dem Kartenlegen

Auch das muss angesprochen werden. Ich höre oft von meinen Klienten, sie würden sich schon jahrelang Karten legen lassen und nie oder das Wesentliche sei nicht eingetroffen.

An dieser Stelle muss ich auf folgendes hinweisen: Wenn ein Kartenleger eine Situation nicht von alleine erfassen kann, also Hilfestellung benötigt, dann solltest du schon hellhörig werden. Es kann nicht sein, dass du dein komplettes Leben offenbaren musst, um dann eine Zukunftsprognose zu erhalten, an die du selbst nicht mal glauben kannst. Natürlich ist Zeit leider ein Faktor, den niemand aushebeln kann, was das Vorhergesagte betrifft, dennoch muss ein Kartenleger aber die gegenwärtige Situation alleine erfassen können (also von der, von der du bereits Kenntnis hast). Wenn er oder sie das kann, und du dennoch schon soviel oder zuviel Zeit investiert hast (und Geld), und es ist trotzdem noch nichts Gravierendes geschehen, dann LASS ES SEIN!!

Denn auch hier gilt, wenn du dir zuviel und zu oft Karten legen lässt, kommt nichts mehr dabei heraus, als dass du unglücklicher wirst und dich auf die Zukunft fixierst anstatt die Gegenwart zu genießen und eventuell gute Gelegenheiten verpasst.

Kartenlegen macht abhängig, und es ist das beste, wenn man die Karten befragt, um den Ausgang einer bestimmten Sache zu erfahren, aber nicht, um sein Leben von den Karten abhängig zu machen.

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